Worauf basieren CIP- und SIP-Verfahren?
Bis in die 1950er‑Jahre mussten geschlossene Systeme – etwa Rohrleitungen, Tanks oder Prozessanlagen – zur Reinigung manuell zerlegt werden. In Branchen, in denen Anlagen häufig gereinigt werden müssen, bedeutete das einen enormen Zeit‑ und Arbeitsaufwand.
Mit der Einführung von CIP‑ (Cleaning in Place) und SIP‑Systemen (Sterilization in Place) entstand eine revolutionäre Lösung: Sie ermöglichen eine gründliche Reinigung und Sterilisation der Anlagenkomponenten, ohne diese auseinandermontieren zu müssen. Heute gehören CIP‑ und SIP‑Verfahren zu den wichtigsten Methoden, um hygienekritische Prozesse in der Pharma‑ und Lebensmittelindustrie – etwa in der Getränkeproduktion, Brautechnik oder Milchwirtschaft – zuverlässig zu sterilisieren. Doch wie funktionieren diese Prozesse genau?