PRODUKTE
CIP- und SIP‑Prozesse – was ist der Unterschied?
CIP und SIP – diese automatisierten Reinigungs- und Sterilisationsverfahren haben die Branche grundlegend verändert. In unserem Blogbeitrag erfahren Sie, was genau hinter diesen Prozessen steckt. Da eine optimale Reinigung nur mit passender Mess‑ und Regeltechnik möglich ist, haben wir außerdem praktische Tipps zur Auswahl geeigneter Geräte für die Flüssigkeitsanalyse und Leitfähigkeitsmessung zusammengestellt, die sich besonders für CIP‑Anwendungen eignen. Lesen Sie weiter!

Worauf basieren CIP- und SIP-Verfahren?

Bis in die 1950er‑Jahre mussten geschlossene Systeme – etwa Rohrleitungen, Tanks oder Prozessanlagen – zur Reinigung manuell zerlegt werden. In Branchen, in denen Anlagen häufig gereinigt werden müssen, bedeutete das einen enormen Zeit‑ und Arbeitsaufwand.

Mit der Einführung von CIP‑ (Cleaning in Place) und SIP‑Systemen (Sterilization in Place) entstand eine revolutionäre Lösung: Sie ermöglichen eine gründliche Reinigung und Sterilisation der Anlagenkomponenten, ohne diese auseinandermontieren zu müssen. Heute gehören CIP‑ und SIP‑Verfahren zu den wichtigsten Methoden, um hygienekritische Prozesse in der Pharma‑ und Lebensmittelindustrie – etwa in der Getränkeproduktion, Brautechnik oder Milchwirtschaft – zuverlässig zu sterilisieren. Doch wie funktionieren diese Prozesse genau?

image
https://do2p1q9b92sgp.cloudfront.net/rendition/353604884319/image_2gnipkr28h08j2kvna4i63806u/
Moderne Brauanlage mit mehreren Edelstahl‑Sudkesseln
Brauindustrie: Hier werden zur Reinigung der Anlagen Methoden wie Cleaning in Place (CIP) und Sterilization in Place (SIP) eingesetzt.
m
landscape

Sterilisierung vor Ort (SIP)

Die SIP (Sterilization in Place) bezeichnet die Sterilisation von Anlagen und Maschinen mit Dampf. Dabei wird die Wärmeenergie des kondensierenden Dampfes genutzt, um sämtliche Mikroorganismen im Prozesssystem zuverlässig zu eliminieren.

SIP‑Prozesse erfolgen immer im Anschluss an die CIP‑Reinigung – sie stellen den letzten Schritt im hygienischen Aufbereitungsprozess dar.

Reinigung vor Ort (CIP)

Die CIP (Cleaning in Place) wird üblicherweise vor der SIP‑Sterilisation durchgeführt. Der CIP‑Prozess dient dazu, jene Verschmutzungen zu entfernen, die während der Verarbeitung entstehen. Das ist entscheidend, da die thermische Resistenz von Mikroorganismen durch anhaftende Produktreste erhöht werden kann und sie dadurch schwerer zu eliminieren sind. Ohne vorherige gründliche Reinigung kann die anschließende SIP‑Sterilisation daher deutlich weniger wirksam sein.

SIP- und CIP-Prozesse – Vorteile

  • Erhöhte Sicherheit – Mitarbeitende, die mit potenziell gefährlichen Stoffen arbeiten, sind diesen deutlich weniger ausgesetzt.
  • Umweltschutz – alle flüssigen Abfälle werden vor der Entsorgung chemisch und thermisch inaktiviert.
  • Schnellere Reinigung – kürzere Stillstandszeiten und effizientere Abläufe.
  • Geringerer Wasserverbrauch – dank optimierten Reinigungsabläufen.
  • Weniger Arbeitsaufwand – Anlagen können ohne Demontage gereinigt werden.
  • Höhere Genauigkeit und Präzision – reproduzierbare Ergebnisse durch definierte Reinigungs- und Sterilisationszyklen.
  • Wiederholbarkeit der Prozesse – konstante Qualität der Reinigung und Sterilisation.
  • Automatisierbarkeit via SPS – programmierte Reinigungszyklen mit Rückführung von Reinigungs- und Spülmedien.

Messtechnik für das CIP-System – Leitfähigkeits-, Durchfluss-, Füllstands-, pH- und Temperatursensoren

Für eine optimale CIP‑ und SIP‑Reinigung sind präzise Messungen und eine kontinuierliche Überwachung entscheidender Parameter unerlässlich – dazu gehören unter anderem Reinigungsmittelkonzentration, Temperatur und die Qualität des Rücklaufwassers.

JUMO bietet hierfür eine komplette Messtechnik‑Lösung für CIP‑ und SIP‑Anlagen. Für Sie bedeutet das: Sie erhalten alle benötigten Geräte – von Leitfähigkeits‑ und pH‑Sensoren über Temperatur‑ und Durchflussmessung bis hin zur Füllstandserfassung – aus einer Hand und von einem vertrauenswürdigen Anbieter.

image
https://do2p1q9b92sgp.cloudfront.net/image/353604884319/image_cfvlonmuf902j38bgnsklean57/
Schematische Darstellung eines CIP‑Systems mit JUMO‑Sensoren, Messgeräten und Prozessleitungen.
So lassen sich JUMO‑Geräte im CIP‑Reinigungsablauf einsetzen
m
landscape

Leitfähigkeitsmessung? JUMO CTI-750 Leitfähigkeitsmessumformer

Für die Leitfähigkeitsmessung empfehlen wir ein Gerät, das optimal mit einer SPS zusammenarbeitet – beispielsweise das JUMO CTI‑750 Leitfähigkeitsmessumformer.

Ihre Vorteile

  • Präzise Temperaturkompensation dank integriertem Temperatursensor
  • Kombinierte Umschaltung von Messbereich und Temperaturkoeffizient
  • Besonders robuste Leitfähigkeitsmesssonde für anspruchsvolle Anwendungen
  • Zwei frei programmierbare Schaltausgänge zur Überwachung von Leitfähigkeit/Konzentration und/oder Temperatur
  • Hohe Sicherheit durch zuweisbare Alarm‑ und Steuerfunktionen
  • Komfortable Bedienung über das smartWARE‑Setup‑Programm – ganz ohne Tastatur
teaser
manual
s
https://do2p1q9b92sgp.cloudfront.net/rendition/353604884319/image_082sij9ip932r8654423678j40/-C1330.875x887.25,320.1625,149.275
Leitfähigkeitsmessumformer
Leitfähigkeitsmessumformer JUMO CTI-750
Entdecken Sie unser Angebot
/content/jumo-website/at/de/products/productdetails/202756
Mehr
false
teaser
manual
s
https://do2p1q9b92sgp.cloudfront.net/rendition/353604884319/image_5lc5qoeknl6ivbbdnohmlr370m/-C1240.134375x826.75625,0,155.4979166666667
Leitfähigkeitsmessgerät
Erfahren Sie mehr über Messungen mit einem Leitfähigkeitsmessumformer.
Erlernen Sie die theoretischen Grundlagen der Leitfähigkeit, um Ihre Messungen präziser zu gestalten.
/content/jumo-website/at/de/about-us/blog/conductivity-measurement
Mehr
false

Flüssigkeitsanalyse – Flüssigkeitsanalysator und PID‑Regler JUMO AQUIS touch S

Für die Analyse von Füllstand, Durchfluss und Leitfähigkeit empfehlen wir einen Mehrkanal‑Flüssigkeitsanalysator wie den JUMO AQUIS touch S. Mit diesem Gerät lassen sich – je nach Konfiguration – unter anderem die Konzentration von Säure‑ oder Laugenlösungen, der Füllstand zweier Behälter sowie der Durchfluss gleichzeitig messen, regeln, anzeigen und protokollieren.

Ihre Vorteile

  • Funktionen von Datenlogger, Regler und Analysator in einem Gerät
  • Nutzung digitaler Schnittstellen möglich
  • Verarbeitung von Signalen von bis zu 4 Analysesensoren sowie zusätzlichen Prozessparametern
  • Hohe Prozesssicherheit durch umfangreiche Alarm‑, Grenzwert‑ und Schaltfunktionen
  • Ressourcenschonend durch reduzierten Wartungsaufwand
  • Niedrigere Inbetriebnahme‑ und Betriebskosten dank Zuverlässigkeit und hoher Genauigkeit

Weitere Produktempfehlungen für Ihre Anwendung finden Sie hier – oder kontaktieren Sie uns. Wir freuen uns auf Ihre Anfrage.

teaser
manual
s
https://do2p1q9b92sgp.cloudfront.net/rendition/353604884319/image_7362nai3st6g90c571tmvqj114/-C1023x682,0,0
Modulares Mehrkanal-Messgerät zur Flüssigkeitsanalyse
Modulares Mehrkanalmessgerät (Flüssigkeitsanalyse) JUMO AQUIS touch S
Entdecken Sie unser Angebot
/content/jumo-website/at/de/products/productdetails/202581
Mehr
false
teaser
manual
m
https://do2p1q9b92sgp.cloudfront.net/rendition/353604884319/image_ebl36u35t17t5ba0atsnl5no26/-C2048x1152.6994535519125,0,114.77267759562828
pH-Einstabmessketten für hygienische Anwendungen
pH-Einstabmessketten für hygienische Anwendungen
Entdecken Sie unser Angebot
/content/jumo-website/at/de/products/productdetails/201022
Mehr
false