Mehr Sicherheit und Effizienz in der Getreidelagerung

Erfolgsgeschichte Silo-Management

In Deutschland werden jährlich über 45 Millionen Tonnen Getreide geerntet. Ein großer Teil davon wird bis zur weiteren Verarbeitung in Silos und anderen Lagerstätten eingelagert. Selbst im Juni – also kurz vor der neuen Ernte – befinden sich noch mehrere Millionen Tonnen Getreide in den Lagerbeständen. Und gerade diese lange Lagerdauer stellt die Betreiber vor große Herausforderungen. Schließlich gilt es, neben der Einhaltung geeigneter Lagerbedingungen auch die Bestände im Blick zu behalten und die Anlagen wirtschaftlich zu betreiben.

Aufgabenstellung

Bei der Einlagerung von Getreide müssen zahlreiche Parameter kontinuierlich erfasst, überwacht und gesteuert werden. So können Temperaturanstiege auf erhöhte Feuchtigkeit, Schimmelbildung, Schädlingsbefall oder andere Qualitätsverluste im Lagergut hindeuten. Ebenfalls erforderlich ist eine zuverlässige Erfassung der Füllstände, um Lagerbestände und freie Kapazitäten transparent darzustellen. Die gewonnenen Messdaten müssen jederzeit abrufbar sein, damit Auffälligkeiten frühzeitig erkannt und geeignete Gegenmaßnahmen eingeleitet werden können. Außerdem soll ein hoher Automatisierungsgrad erreicht werden, um manuelle Eingriffe zu minimieren und einen sicheren sowie effizienten Anlagenbetrieb zu gewährleisten.

Zusätzliche Anforderungen ergeben sich durch die staubbelastete Umgebung in Getreidesilos. Aufgewirbelter Getreidestaub kann eine explosionsfähige Atmosphäre bilden, weshalb insbesondere der Kopfraum von Silos häufig als ATEX-Zone 20 klassifiziert wird. Die eingesetzte Mess- und Automatisierungstechnik muss deshalb für den Einsatz in explosionsgefährdeten Bereichen geeignet sein und zugleich eine zuverlässige Datenerfassung und Prozesssteuerung gewährleisten.

Hohe Temperaturen und ein erhöhter Wassergehalt führen zu massiven Atmungs- und Qualitätsverlusten.

Lösungsansatz

Für die zuverlässige Überwachung von Lagerbedingungen und Getreidebeständen sowie die Automatisierung zentraler Prozesse bietet JUMO ein durchgängiges Mess-, Automatisierungs- und Visualisierungskonzept.

Die Temperaturüberwachung erfolgt mithilfe einer speziell für den Einsatz in Getreidesilos entwickelten und ATEX-zugelassenen Mehrpunkt-Temperatursonde, die von der französischen JUMO-Tochtergesellschaft in Metz entwickelt und produziert wird. Sie erfasst die Temperatur über die gesamte Silohöhe und liefert damit ein detailliertes Temperaturprofil des Lagerguts. Temperaturveränderungen, die auf erhöhte Feuchtigkeit, Schimmelbildung oder andere Qualitätsverluste hinweisen können, werden so zuverlässig erkannt. Die robuste Sondenkonstruktion eignet sich für die anspruchsvollen Umgebungsbedingungen in Getreidesilos und kann sowohl auf Metallkonstruktionen als auch auf Betonplatten montiert werden. Anschlussgehäuse aus Aluminium oder Edelstahl mit Schutzart IP6X ermöglichen den Austausch des Messeinsatzes auch bei gefülltem Silo. Im Sensor sorgen Pt100- oder Pt1000-Fühler nach DIN EN 60751 für eine hohe Messgenauigkeit und Wiederholbarkeit. Die einzelnen Messstellen können gleichmäßig über eine Gesamtlänge von bis zu 50 Metern verteilt werden. Für die Füllstandserfassung kommt der JUMO ZELOS C01 LS, ein kapazitiver Grenzstandmelder, zum Einsatz.

Auch für die Steuerung sowie die Erfassung, Archivierung und Auswertung der Messdaten stehen geeignete Technologien zur Verfügung. So übernimmt das Automatisierungssystem JUMO variTRON zentrale Steuerungs- und Automatisierungsaufgaben. Dank integrierter Logik- und Mathematikfunktionen können Alarme ausgelöst sowie nachgelagerte Prozesse automatisiert angesteuert werden. Die Prozessdatenerfassung erfolgt über die integrierte Recorder App, die die Funktionen eines papierlosen Bildschirmschreibers im Automatisierungssystem abbildet und damit zusätzliche Hardware überflüssig macht. Für die übergeordnete Auswertung, Visualisierung und Archivierung können die Daten in der browserbasierten JUMO smartWARE Evaluation verarbeitet werden. Mit der JUMO smartWARE SCADA und der JUMO Cloud lassen sich Anlagen und Prozesse darüber hinaus komfortabel und ortsunabhängig überwachen und steuern.

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Temperaturüberwachung in unterschiedlichen Höhen
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Multi-Siloansicht und Trendkurven
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Projektergebnis

Das durchgängige Zusammenspiel von Sensorik, Automatisierung und Auswertung vereinfacht das Silo-Management erheblich. Relevante Informationen stehen jederzeit dort zur Verfügung, wo sie benötigt werden, von der lokalen Anlagenebene bis zum mobilen Zugriff. Dadurch lassen sich Überwachungs-, Dokumentations- und Steuerungsaufgaben einfacher umsetzen, während der Bedienaufwand für das Personal deutlich reduziert wird.

Höchste Sicherheit durch ATEX-konforme Messtechnik
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Weniger Aufwand durch automatisierte Prozesse
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Transparenz durch jederzeit verfügbare Daten
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