Was ist Druck?
Der Druck p ist definiert als Quotient aus dem Betrag der Kraft F und der Größe der Fläche A.
Dabei ist die Kraft senkrecht auf die gesamte Fläche verteilt.
Die SI-Einheit für den Druck ist das Pascal (Pa).
Der Druck p ist definiert als Quotient aus dem Betrag der Kraft F und der Größe der Fläche A.
Dabei ist die Kraft senkrecht auf die gesamte Fläche verteilt.
Die SI-Einheit für den Druck ist das Pascal (Pa).
Belastet man eine Fläche von 1 m2 mit 100 g Gewichtskraft (F = 0,1 kg × 10 m/s2 = 1 N), resultiert ein Druck von 1 Pa.* Die im europäischen Raum gebräuchliche Einheit für höhere Drücke ist Bar (bar). Wie in der Rechnung zu erkennen, hat Pascal (Pa) für die meisten technischen Anwendungen eine zu kleine Einteilung.
Wirkt laut Definition eine Schwerkraft F = 1N (1N ist das Produkt aus der Masse m = 100 g und der Erdbeschleunigung g = 10m/s2) auf eine gegebene Fläche A = 1 m2, so beträgt der Druck 1 Pa.
Der Nullpunkt der Absolut- oder Absolutdruckskala ist das Vakuum. Daher werden Absolutdruckdaten immer in Bezug auf diesen Punkt gemessen. Ein Beispiel ist der atmosphärische Druck, der immer als absoluter Druck angegeben wird.
Bei der Messung des relativen Druck ist der Referenzwert der Umgebungsdruck. In industriellen Anwendungen wird der Druck in Geräten oft in relativer Form ausgedrückt, d.h. relativ zum Atmosphärendruck. In diesem Fall ist der tatsächliche Druck die Summe aus dem relativen Druck (wie er im Prozess auftritt) und dem Umgebungsdruck (Atmosphärendruck). In der Industrie ist es jedoch nicht unüblich, dass Prozesse bei Drücken ablaufen, die ein Vielfaches des Atmosphärendrucks betragen. In solchen Fällen wird der Umgebungsdruck nicht berücksichtigt.
Der statische Druck ist der Druck in einem Gas oder einer Flüssigkeit im Ruhezustand, beispielsweise in einem geschlossenen Gefäß. In diesem Fall reicht es aus, die Kraft zu kennen, die das Medium auf eine bestimmte Oberfläche ausübt, um den Druck zu bestimmen. Befindet sich das Medium jedoch in Bewegung, z. B. in einer Rohrleitung, spricht man von dynamischem Druck. Per Definition kann der dynamische Druck als der Druck beschrieben werden, der von einer strömenden Flüssigkeit oder einem strömenden Gas auf die Oberfläche eines Körpers ausgeübt wird, der im rechten Winkel zum strömenden Medium steht. Dieser Druck resultiert aus der kinetischen Energie der bewegten Teilchen.
Der Differenzdruck ist das Ergebnis des Vergleichs zweier absoluter Druckwerte und wird als Druckdifferenz Δp bezeichnet. Er wird in der Technik häufig zu Kontrollzwecken verwendet. Der Druckunterschied am Boden eines Flüssigkeitsbehälters und über der Flüssigkeit gibt beispielsweise Auskunft über die Höhe der Flüssigkeitssäule. Ein Differenzdruckmessgerät, wie z. B. ein Differenzdrucktransmitter, führt Druckmessungen an zwei Messpunkten durch.
Hydrostatischer Druck tritt in einer ruhenden Flüssigkeit auf. Er ist abhängig von der Höhe der Flüssigkeitssäule h, ihrer Dichte ρ und der Erdbeschleunigung g. Je höher die Wassersäule, desto höher der Druck. Je tiefer zum Beispiel ein Taucher in einem See taucht, desto größer ist der hydrostatische Druck, der auf ihn wirkt.