Drahtlose Temperatursensoren für industrielle Kompostieranlagen

ANWENDUNG

Da die weltweit erzeugte Abfallmenge stetig zunimmt, gewinnt eine effiziente Abfallwirtschaft immer mehr an Bedeutung. Die Temperatur ist einer der zentralen Parameter im industriellen Kompostierungsprozess. Sie beeinflusst nicht nur den Abbau der organischen Substanzen, sondern ist auch entscheidend für die hygienische Sicherheit des Endprodukts. Damit Kompost als hygienisch unbedenklich gilt, ist eine regelmäßige Überwachung und Dokumentation der Temperatur erforderlich. In vielen Anlagen erfolgt diese Messung noch manuell, was mit einem hohen Personalaufwand verbunden ist. In diesem Beitrag stellen wir daher eine Lösung vor: ein komplettes Automatisierungssystem, bestehend aus einem drahtlosen Temperatursensor und einer SPS. Erfahren Sie, wie moderne Technologien dazu beitragen können, den Kompostierungsprozess effizienter zu gestalten, Betriebskosten zu senken und gesetzliche Anforderungen zuverlässig zu erfüllen.

Herausforderungen bei der Temperaturmessung in industriellen Kompostieranlagen

Die Temperatur spielt in Kompostieranlagen eine entscheidende Rolle, da sie bei ausreichend hohen Werten gefährliche Mikroorganismen zuverlässig eliminiert. In einigen Fällen muss die Behandlungstemperatur für alle Chargen eines Kompostierungssystems in regelmäßigen Abständen gemessen und dokumentiert werden. Zudem müssen diese Daten den zuständigen Behörden zur Verfügung gestellt werden, um jederzeit nachweisen zu können, dass der erzeugte Kompost den hygienischen Anforderungen entspricht.

Während der hygienischen Verarbeitung ist daher eine kontinuierliche Temperaturüberwachung des Materials erforderlich. Dies setzt eine zuverlässige, möglichst nicht‑invasive Messung voraus, kombiniert mit einer automatischen Erfassung und Speicherung der Messdaten. In der Praxis werden jedoch häufig noch manuelle Messverfahren eingesetzt. Diese sind zeitaufwändig, verursachen einen hohen Personalaufwand und führen entsprechend zu erhöhten Betriebskosten.

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Messsystem für Kompostieranlagen
Messsystem für Kompostieranlagen – drahtloser Temperatursensor wTRANS B mit Empfänger und SPS-Steuerung mTRON T
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Vorteile der drahtlosen Komposttemperaturmessung

Herkömmliche Kompostsensoren und Thermometer erfordern häufig eine aufwendige Verkabelung, was mit hohen Kosten und einem erhöhten Installationsaufwand verbunden ist. Moderne drahtlose Lösungen vermeiden diese Nachteile und bieten eine Reihe technischer Vorteile. Im Folgenden werden diese am Beispiel des Funktemperaturfühlers JUMO wTRANS B erläutert.

Drahtlose Temperatursensoren werden direkt im Komposthaufen installiert, ohne dass zusätzliche Kabel verlegt werden müssen. Der integrierte Sender ist in einem robusten, wasserdichten Gehäuse untergebracht und somit vor den rauen Umgebungsbedingungen im Kompost geschützt.

Das System basiert auf einer drahtlosen Datenübertragung und sendet die gemessenen Temperaturwerte in definierten Intervallen an einen Universalempfänger. Die verwendeten Funkfrequenzen sind unempfindlich gegenüber äußeren Störungen und ermöglichen eine zuverlässige Kommunikation auch über größere Entfernungen.

Ein Empfänger kann gleichzeitig Daten von bis zu 16 Sensoren verarbeiten und so eine umfassende Temperaturüberwachung des gesamten Komposthaufens gewährleisten. Die erfassten Werte werden anschließend über eine RS485‑Modbus‑Schnittstelle an übergeordnete Systeme, beispielsweise Kompostierungssteuerungen, weitergeleitet.

Dokumentation der gemessenen Temperaturwerte mit einer SPS

SPS-Steuerungen wie die JUMO mTRON T ermöglichen die präzise Erfassung, Überwachung und Dokumentation der Temperatur im Kompostierungsprozess. Die Messwerte werden auf dem Multifunktionspanel in verschiedenen Formaten wie Text, Kurven oder Balkendiagrammen angezeigt. Die Darstellungsart kann dabei flexibel an die jeweiligen Anforderungen angepasst werden.

Das Multifunktionspanel dient nicht nur der Visualisierung, sondern auch der komfortablen Konfiguration des Systems. Ein benutzerspezifischer, passwortgeschützter Zugriff sorgt für ein hohes Maß an Sicherheit und schützt vor unbefugten Änderungen.

Der Zugriff auf die Daten erfolgt über einen integrierten Webserver, sodass die Messwerte auch über einen Computer verfügbar sind. Gleichzeitig ist die Datenaufzeichnung gegen Manipulation geschützt. Optional kann ein Softwarepaket eingesetzt werden, das die automatische Erstellung von Berichten, beispielsweise in Form von PDF‑Protokollen für einzelne Produktionschargen, ermöglicht. Durch den Einsatz einer SPS wird die Kompostierung effizienter gestaltet und die Prozessdokumentation deutlich vereinfacht sowie sicherer gemacht.

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Beispiel für den Temperaturmessprozess in einer Kompostierungsanlage
Beispiel für den Temperaturmessprozess in einer Kompostieranlage
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Temperaturmessung in Kompostieranlagen – Zusammenfassung

Durch den Einsatz des Temperaturmesssystems von JUMO lassen sich die relevanten Qualitätsanforderungen, beispielsweise gemäß RAL, zuverlässig erfüllen. Die Überwachung und Dokumentation der Temperatur in Kompostieranlagen wird dadurch deutlich vereinfacht. Eine manuelle Datenerfassung ist nicht mehr erforderlich, da die Messwerte automatisch erfasst und gespeichert werden. Dies erleichtert die Überprüfung der hygienischen Bedingungen im Kompostierungsprozess erheblich. Zudem entfällt der Einsatz separater Datenlogger. Durch die drahtlose Technologie müssen keine Kabel verlegt werden, was die Installation vereinfacht und einen flexiblen Einsatz des Systems ermöglicht.

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Drahtloser Temperatursensor wTRANS T in der Kompostieranlage
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Eine praxisnahe Anwendung zur Optimierung des Kompostierungsprozesses mit JUMO mTRON T und JUMO Wtrans B zeigt, wie automatisierte Überwachung und Dokumentation die hygienische Qualität des Komposts verbessern.
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Drahtloser Temperaturtransmitter zur Montage im JUMO Wtrans B-Kopf
Funktemperaturfühler JUMO Wtrans B
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