Selbstentzündung von Biomasse verhindern – Temperaturüberwachung in Kompostieranlagen

FALLSTUDIE

Jedes Jahr verursachen Brände durch die Selbstentzündung von Biomasse – beispielsweise Holzschnitzeln oder Getreide – hohe Sachschäden und aufwendige Feuerwehreinsätze. Ursache dafür sind biologische Abbauprozesse und Feuchtigkeit in Verbindung mit Sauerstoff, die zu einer kontinuierlichen Erwärmung des Materials führen können. Wird diese Entwicklung nicht rechtzeitig erkannt, kann daraus ein unkontrollierter Brand entstehen. Neben den direkten Schäden führen solche Vorfälle auch zu Produktionsunterbrechungen, Energieverlusten und Umweltbelastungen. Eine frühzeitige Erkennung kritischer Temperaturentwicklungen ist daher ein wichtiger Bestandteil eines wirksamen Brandschutzkonzepts. In diesem Blogbeitrag erfahren Sie, warum sich Biomasse erwärmt, welche Risiken bei der Lagerung entstehen und wie moderne Temperaturmess- und Überwachungssysteme zur Brandprävention beitragen können. Darüber hinaus stellen wir das JUMO Brandschutzsystem mit drahtlosen Temperatursensoren und Cloud-Anbindung vor und zeigen anhand einer Erfolgsgeschichte aus einem schwedischen Heizkraftwerk, wie sich die Temperaturüberwachung in der Praxis bewährt hat.

Warum erwärmt sich Biomasse? Risiken der Selbstentzündung bei der Lagerung

Die Selbsterhitzung von Biomasse wird durch den Sauerstoffgehalt, biologische Abbauprozesse und Feuchtigkeit im Haufen verursacht. Mikroorganismen zersetzen organisches Material und erzeugen dabei Wärme. Dieser Prozess verläuft besonders intensiv, wenn ausreichend Sauerstoff und Feuchtigkeit vorhanden sind. Die höchsten Temperaturen entstehen im Inneren des Haufens, wo diese Bedingungen am günstigsten sind und sich die Wärme am stärksten ansammelt. Daher können Wärmebildkameras Temperaturveränderungen im Zeitverlauf nur eingeschränkt erfassen.

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Biomassehalden
Die Selbstentzündung von Biomasse wird durch Sauerstoff, biologische Abbauprozesse und Feuchtigkeit verursacht. Die höchsten Temperaturen entstehen dabei im Inneren des Haufens.
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Komplettes Temperaturüberwachungssystem für Kompost – drahtlose Temperatursensoren und Cloud-Software

Temperaturanstiege in Biomassehaufen lassen sich bereits lange vor einer möglichen Selbstentzündung erkennen. Unsere drahtlosen Temperatursensoren überwachen die Temperatur direkt im Inneren des Biomassehaufens – dort, wo die größten Temperaturanstiege auftreten. Mit diesem Frühwarnsystem können mögliche Gefahren frühzeitig erkannt werden. Betreiber haben dadurch die Möglichkeit, rechtzeitig zu reagieren, beispielsweise durch das Umschichten der Haufen mit einem Radlader, um die Temperatur zu senken und das Risiko einer Selbstentzündung zu reduzieren.

Unsere drahtlosen Temperatursensoren sind in Standardlängen von 2,5 m, 3 m, 3,5 m und 4 m erhältlich und können auf Anfrage auch kundenspezifisch ausgeführt werden. Die Sensoren bestehen aus Edelstahl und sind dadurch beständig gegenüber Zellulose-Säuren sowie hohen Temperaturen. Die Batterielebensdauer hängt von den Umgebungsbedingungen und den gewählten Übertragungsintervallen (2 s, 15 s, 30 s oder 90 s) ab und ermöglicht eine planbare Überwachung und Wartung.

Vergessen Sie komplizierte Verkabelungen! Das JUMO Wtrans Funksystem arbeitet bei 868,4 MHz und erreicht Reichweiten von bis zu 2 km. Je nach Ausführung können bis zu 16 Sensoren mit dem Empfänger JUMO Wtrans T01 oder bis zu 32 Sensoren mit dem JUMO variTRON 300 als Empfänger verarbeitet werden. Klare Statusanzeigen und Alarme bei niedrigem Batteriestand ermöglichen eine kontinuierliche Überwachung des Systems.

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Temperatursensoren wTRANS B für Biomasse
Dank des modularen Aufbaus der drahtlosen Temperatursensoren JUMO Wtrans B (707060) können wir Länge und Sondenausführung individuell an Ihre Anforderungen anpassen.
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Fernzugriff auf Temperaturdaten von Biomasse – Cloud-Software

Suchen Sie nach einer Lösung, die ohne aufwendige Programmierung sofort einsatzbereit ist? Unsere integrierten Plug-and-Play-Lösungen sind auf die spezifischen Anforderungen der jeweiligen Anwendung zugeschnitten. Benötigen Sie Unterstützung bei der SPS-Programmierung oder der Integration von Messstellen in die JUMO Cloud? Dabei unterstützen wir Sie gerne.

Mit der Cloud-Software von JUMO Cloud können Sie von überall auf Echtzeitdaten zugreifen und wichtige Temperaturwerte jederzeit überwachen.

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Beispiel für die Temperaturmessung und Visualisierung von Biomasse
Beispiel einer Temperaturüberwachung mit grafischer Darstellung der Messwerte
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Wo werden Temperaturmesssysteme zur Vermeidung der Selbstentzündung von Biomasse eingesetzt?

Temperaturmesssysteme tragen dazu bei, das Risiko der Selbstentzündung von Biomasse zu reduzieren. Dies ist insbesondere für Rettungsdienste, Energie- und Wärmeversorger sowie Betreiber industrieller Anlagen von großer Bedeutung. Eine kontinuierliche Temperaturüberwachung unterstützt ein besseres Biomasse-Management und hilft, Brandrisiken sowie die damit verbundenen negativen Auswirkungen auf die Umwelt durch Schadstoff- und Treibhausgasemissionen zu reduzieren.

Bewährte Brandschutzkonzepte kommen in unterschiedlichen Anwendungen zum Einsatz, darunter:

  • Lagerung von Biobrennstoffen: Holzhackschnitzel, Schnittgut, Rinde, Pellets, Sägemehl oder Holzabfälle
  • Landwirtschaft und Agrarbetriebe: Stroh, Heu, Torf, Getreide oder kompostierbare Materialien
  • Lagerung industrieller Abfälle: Recyclingzentren, Entsorgungsanlagen und Lagerbereiche für weitere Abfallstoffe

Brandschutzlösungen sind überall dort wichtig, wo große Mengen an Biomasse gelagert werden und das Risiko einer Selbstentzündung besteht.

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Drahtloser Temperatursensor wTRANS B für Kompost
Unsere Messsysteme tragen dazu bei, das Risiko der Selbstentzündung von Biomasse zu reduzieren. Dies ist insbesondere für Rettungsdienste, Kraftwerke, Heizwerke und Betreiber industrieller Anlagen von großer Bedeutung.
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Wie profitierte ein Fernheizwerk in Schweden von unserem Temperaturüberwachungssystem für Biomassehaufen? Erfolgsgeschichte

Ein Fernheizwerk in Südschweden ist ein hervorragendes Beispiel für den Einsatz des Temperaturüberwachungssystems von JUMO. Das Unternehmen war mit dem Problem der Selbstentzündung von Holzschnitzelhaufen konfrontiert und entschied sich für den Einsatz von JUMO Temperatursensoren in Kombination mit Kunststoffabdeckungen für die Holzschnitzelhaufen. Dadurch konnte der Feuchtigkeitsgehalt des Brennstoffs reduziert und das Risiko einer Selbstentzündung verringert werden.

Statement des Bauleiters: „Frühere Brände haben uns gezeigt, wie wichtig es ist, vorbereitet zu sein. Die Temperatursensoren von JUMO liefern uns klare Informationen über den Zustand der Biomassehaufen. Wir beobachten, dass sich die Temperatur unter bestimmten Bedingungen schnell verändern kann. Erhalten wir über unser SCADA-Cloud-Überwachungssystem eine Warnmeldung, können wir unmittelbar geeignete Maßnahmen ergreifen.“

Durch den Einsatz der JUMO Technologie hat das Fernheizwerk nicht nur seine Sicherheit erhöht, sondern auch gezeigt, wie innovative Lösungen zur Vermeidung der Selbstentzündung von Biomasse beitragen können.

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Heizungsanlage
Einer der Kunden, die unsere Lösung zur Reduzierung des Selbstentzündungsrisikos in Biomassehaufen einsetzen, ist ein Heizkraftwerk in Schweden.
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Minimierung von Brand- und Explosionsrisiken bei Biomasse – Zusammenfassung

Selbstentzündungen und Brände in Biomasse stellen eine ernstzunehmende Herausforderung für Sicherheit, Betrieb und Umwelt dar. Mit Lösungen wie drahtlosen Temperatursensoren und Cloud-Software lassen sich kritische Temperaturentwicklungen kontinuierlich überwachen und frühzeitig erkennen. Unsere Systeme bieten präzise Messwerte, Frühwarnfunktionen und eine einfache Integration in bestehende Anlagenstrukturen.

Das Beispiel eines Heizkraftwerks in Schweden zeigt, wie moderne Technologien dazu beitragen können, die Sicherheit bei der Lagerung von Biomasse zu erhöhen und das Risiko von Selbstentzündungen zu reduzieren. Mit JUMO setzen Sie auf eine Lösung für die zuverlässige Überwachung von Biomassebeständen und ein sicheres Biomasse-Management.

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